Petra Pettmann M.A. / Pressebüro PP-Kommunikation

Spezialgebiet: Profigastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung, Food & Beverage, Places to be, MICE- & Retail-Branche

Die Küche Persiens – eine kulinarische Reise

Heute möchte ich Ihnen das Buch „Die Küche Persiens – eine kulinarische Reise“ vorstellen:

9783831031566

Autorin: Yasmin Khan

Quelle: Dorling Kindersley

Erscheinungsdatum: September 2016
Preis: 24,95 €
Seitenzahl: 240 Seiten, ca. 208 Fotografien
Link zum Verlag: http://www.dorlingkindersley.de/titel-0-0/die_kueche_persiens-2808/

Ein sehr ansprechendes Buch von Autorin Yasmin Khan mit interessantem Einblick in ein faszinierendes Land. Gleich zu Beginn des Buches bin ich über die Widmung gestolpert: „Für Pedar Bozorg, meinen Großvater, der mich das Essen lehrte“. Normalerweise stünde in  heimischen Kochbüchern: … der mich das kochen lehrte…Doch die Erklärung folgt zugleich: Die Gerichte stammen nicht aus dem Familienkochbuch, sondern sind eine aktuelle zeitgenössische Sammlung ganz unterschiedlicher Personen, die die heute in England lebende Autorin im Iran getroffen hat.

Eingeteilt in sechs Kapitel zum Thema Frühstück, Mezze & Beilagen, Salate, Suppen, Hauptgerichte und Desserts gibt die britische Köchin Yasmin Khan Einblicke in die Küche ihrer Vorfahren aus dem Iran. Ihre Entdeckungsreise führte sie dabei von den schneebedeckten Bergen von Tabriz über die Reisfelder von Gilan und die kosmopolitischen Cafés von Teheran bis zu den Granatapfelhainen von Isfahan.

Insgesamt 81 Rezepte hat Yasmin Khan auf ihrer über 3000 Kilometer langen Reise durch den Iran gesammelt. Immer dabei: ihr Lieblingsgetränk Granatapfelsirup und natürlich ein Laptop zum Aufschreiben all der Geschichten, die über das Leben im heutigen Iran erzählen. Dabei sind die Erinnerungen an ihre Kindheit und den Großvater immer wieder präsent. So vereinen sich im Buch Geschichten und Lieblingsrezepte von Bauern, Künstlern, Elektrikern und Lehrern, die die Autorin auf ihrem Weg durch das Land traf.

Besonders spannend finde ich all die leider oft nur klein abgebildeten Fotos ihrer Reise durch ein für uns Europäer doch kaum bereisbares Land. Hier hätte ich mir einen großen Bildband gewünscht. Vielleicht kommt dieser ja noch? Die Fotos der Gerichte und Speisen aus 1001 Nacht sind dafür groß und ungekünstelt präsentiert. Man lernt viel über die persische Esskultur. Von der verführerischen Auswahl kleiner Speisen wie Auberginendips, Falafeln, oder Kuku, einer Art Frittata, bei dem erntereifes Gemüse verarbeitet und mit Salat und Fladenbrot zum leckeren Mittag- oder Abendessen wird. Zutaten wie Granatapfel, Minze, Gurke, Joghurt, Aubergine, Hülsenfrüchte, Lamm, Huhn und Meeresgetier kommen in nahezu allen Kapiteln vor. Dazu eine Gewürzvielfalt, für die die persische Küche schon lange berühmt ist. Unbedingt probieren: Aloo esfinaj – Hähnchen mit Spinat und Backpflaumen, oder Hähnchenleber mit Granatapfelsirup und Addas polo – Reis mit Linsen, Datteln und Walnüssen. Gepaart mit Geschichten über Land und Leute, die sich auch kritisch mit Umweltverschmutzung und Überfischung auseinandersetzen, bekommt man ein ganz besonderes Verhältnis zur Autorin und ihrer Hommage an Persien. So rückt Abend- und Morgenland ein schönes Stück näher zusammen. Zum Dessert speist man dann pochierte Quitten mit Mascarpone und Pistazien. Ein orientalischer Genuss! Das süße Feingebäck ist dagegen für unseren Gaumen oft gewöhnungsbedürftig, da ungewöhnlich süß. Safran, Kardamom, Zimt, Muskatnuss und Nelken sind die dominierenden Aromen. Nüsse und Früchte werden zum Füllen und Belegen von Tartes und Gebäck eingesetzt. Dazu trinkt man in Persien gerne den lieben langen Tag Tee.

Mein Fazit: Das Buch „Die Küche Persiens – eine kulinarische Reise“ zeigt wieder einmal das köstliche Essen dieser Region, die seit Jahrtausenden die Wiege der Hochkultur auch in punkto Genuss ist. Ein Fest für den Gaumen und nicht nur für Orient-Fans ein Muss. Wunderschön auch der wertige Einband mit persischem Ornament in Türkis und Gold, der uns den Zauber Vorderasiens erahnen lässt.

Eine Rezension von Petra Pettmann M.A., Foodjournalistin, http://www.pettmann.de
Copyright Fotos: Dorling Kindersley

 

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