In der Frankfurter Allgemeine erschien heute ein Beitrag mit dem Titel „Versorgungsengpass bei Helium – Luftballonkrise in der Partybranche“.
Hier klagt ein Luftballonproduzent über sinkende Umsätze und macht dafür die Knappheit von Helium verantwortlich.
Mein Kommentar und kritische Gedanken dazu:
Helium ist eine seltene und auch eine endliche und nicht erneuerbare Ressource. Man braucht es für die Produktion von Halbleitern zum Bau elektronischer Geräte. Zudem funktioniert es als Kühlmittel in Magnetresonanztomografen. Auch für Airbags und Atemgeräten für Tiefseetaucher ist es nötig. Es sinnlos per Luftballon in die Luft zu lassen ist in heutiger Zeit keine Option mehr. Vom Kunststoff-Müll in der Landschaft und im Meer ganz zu schweigen, denn zur Erde zurückgefallene Ballonteile sind tödlicher Müll für Seevögel, Meeresschildkröten und Fische. Laut Lauren Roman von der University of Tasmania stirbt jeder fünfte Seevogel an verschluckten Ballonteilen. Die Ballonteile verstopfen den Magen-Darm-Trakt. Laut Unesco tötet der zu 80% aus Plastik bestehende Müll im Meer jährlich eine Million Seevögel und mehr als 100.000 Meeressäugetiere. Deshalb: Stoppt die Produktion dieser Plastikprodukte. Und kauft keine Luftballons mehr! Es ist an der Zeit endlich zu handeln.

 

Hier ein weiterer informierender und vor allem alamierender Link: https://www.sueddeutsche.de/…/plastikmuell-meer-luftballon-…
Und noch etwas:
Das Foto mit den Möwen – fotografiert an der Ostsee – stammt von mir. Es reicht doch vollkommen, wenn Vögel und Insekten durch die Luft fliegen. Was braucht man Plastikmüll in der Luft – und später im Meer oder auf dem Land. Ich habe Plastik noch nie gemocht. Das liegt auch daran, dass ich ein Naturmensch bin und mich als Archäologin viele Jahrzehnte mit den menschlichen Hinterlassenschaften -sprich: dem Müll der Jahrtausende – beschäftigt habe. Je weniger von unserer Kultur auf der Erde an Schadstoffen zurückbleibt, desto besser! Naturmaterialien verrotten – Plastik bleibt. Selbst Skelette aus den 70er Jahren tragen noch bunte Plastiksocken, wenn man sie auf den Friedhöfen wieder ausgräbt. Und bei Ausgrabungen – selbst erlebt im Rahmen meiner Anstellung als wissenschaftliche Projektleiterin beim Bau der Erdgasfernleitung MIDAL in Hessen – kommen immer wieder illegale Schrottplätze zutage, die Gemeinden still und heimlich angelegt und mit Erde wieder überdeckt haben. Sie sind nicht kartiert und verseuchen die Erde. Ekelhaft und verantwortungslos.
Beitragsfoto: Petra Pettmann
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